Beziehungen
Beziehungen können uns stärken und tragen, Sicherheit, Geborgenheit und Zuversicht spenden – wenn es uns mit ihnen gut geht. Ist dem nicht so, können Paartherapie und Beziehungsberatung unterstützend sein.
Wenn Paare bzw. Beteiligte von polyamoren Beziehungskonstellationen es schaffen Schwierigkeiten in der Beziehung produktiv zu nutzen und zu überwinden, können Krisen die Beziehung(en) festigen und bereichern. Gewinnen Streit und Anfeindungen oder Rückzug und Entfremdung die Oberhand, kann jedoch Unterstützung sinnvoll sein. In der emotionsfokussierten Paartherapie ist eine Beziehung mehr als nur ein Zusammensein oder gemeinsamer Alltag – sie wird als ein emotionales Band gesehen, das beiden Partnern hilft, sich sicher, angenommen und verbunden zu fühlen. Wenn dieses Band gestört ist, zum Beispiel durch Konflikte oder Entfremdung, geraten Paare oft in negative Muster. Ziel der EFT ist es, diese Muster zu erkennen und die emotionale Nähe wiederherzustellen.
Arbeitsweise
Als Paartherapeutin arbeite ich schwerpunktmässig mit EFT (Emotionsfokussierte Paartherapie), wobei auch systemische und weitere Ansätze in meine Herangehensweise miteinfliessen können.
In einem geschützten Rahmen lade ich Partner:innen ein, den Ursachen ihrer Beziehungsprobleme auf den Grund zu gehen. Viele Paare kennen das Gefühl, immer wieder im gleichen Streit zu landen – auch wenn sich der Auslöser jedes Mal ändert. Die eine Person fordert mehr Nähe, die andere zieht sich zurück; es folgen Vorwürfe auf der einen, Schweigen auf der anderen Seite. Solche Muster fühlen sich oft ausweglos an, obwohl im Grunde beide dasselbe wollen: sich wieder nah und verstanden zu fühlen.
Gemeinsam spüren wir destruktive Verhaltensmuster innerhalb der Beziehung auf, benennen sie und versuchen sie zu verstehen. Denn hinter Angriff oder Vorwurf steckt oft die Angst, nicht mehr wichtig zu sein – hinter Rückzug oder Mauern die Angst, nicht zu genügen. Indem wir den Zugang zu diesen tieferliegenden Gefühlen freilegen, wird Potenzial für echte Nähe und Verbundenheit geschaffen.
Methode
Die emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) ist ein wissenschaftlich fundiertes und gut erforschtes Verfahren, welche Paaren bzw. Menschen in polyamoren Beziehungskonstellationen hilft, mit schwierigen Gefühlen und Konflikten besser umzugehen. Im Zentrum steht die Arbeit an negativen Beziehungsmustern: In der Therapie lernen die Partner:innen schädliche Interaktionsmuster zu erkennen und zu verändern, während gleichzeitig die emotionale Verbundenheit gestärkt wird. Die Sitzungen folgen einem klaren Ablauf. Um spürbare Veränderungen zu erreichen, sind in der Regel zwischen 10 und 20 Sitzungen angebracht. Abhängig von der Beziehungsdynamik können es auch mehr sein.
EFT in Zahlen:
- 70–75 % der Paare überwinden ihre Beziehungskrise vollständig.
- Bis zu 90 % aller Paare berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beziehung.
- Die Wirksamkeit von EFT liegt deutlich über dem Durchschnitt anderer Paartherapie-Ansätze – wissenschaftliche Vergleichsstudien bestätigen dies konsistent.
- Die Ergebnisse sind langfristig stabil. In Nachuntersuchungen zeigten Paare sogar eine Tendenz zur weiteren Verbesserung nach Therapieende.
- Auch stark belastete Paare profitieren: Der anfängliche Schweregrad der Probleme hat kaum Einfluss auf den Therapieerfolg.
- Partner:innen, die sich schwertun, Gefühle auszudrücken, profitieren besonders stark von EFT.
(Quelle: Johnson, Hunsley, Greenberg & Schindler, 1999 – Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien)
Mögliche Themen
Wiederkehrende Streitigkeiten
Fehlende Konfliktlösungs-strategien
Missverständnisse
Eskalierende Konflikte
Schweigen oder Rückzug
Kritik, Vorwürfe und Abwertung
Schwierigkeiten, Bedürfnisse auszudrücken
Unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Distanz
Gefühl, sich auseinandergelebt zu haben
Verlust von Nähe und Verbundenheit
Einsamkeit innerhalb der Beziehung
Fehlende Wertschätzung
Fehlende emotionale Unterstützung
Mangelnde Intimität
Wunsch nach Versöhnung oder Trennung
Negative Verhaltensmuster
Konflikte rund um Kinder und Erziehung
Sexuelle Schwierigkeiten
Verlustangst
Bindungsängste
Fehlende emotionale Sicherheit
Schwierige Lebensübergänge
Konflikte im Zusammenhang mit Elternschaft und Erziehung
Mental Load und damit einhergehende Konflikte
Affären
Interesse an alternativen Beziehungsformen
Herausforderungen mit gelebten alternativen Beziehungsformen

Meine Räumlichkeiten befinden sich in der Gemeinschaftspraxis «Praxis zum goldige Velo» im 3. OG an der Muespacherstrasse 76 in 4055 Basel (kein Lift vorhanden).
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